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Die ländlichen Stadtansichten verändern sich gegenwärtig. Kleinstädte verlieren ihr „Gesicht“, d.h. sie verstellen ihre Ansicht durch einen Ring von kastenförmigen Gewerbehallen. Die Villa Schmalfilm versucht diese Entwicklung am Beispiel von Varel zu dokumentieren.

 

 

Mit der Erschließung neuer Gewerbegebiete und Straßen verändert sich der ländliche Raum grundlegend. Was einmal eine Weide oder ein Acker war, liegt bis zum Baubeginn nicht selten brach. Ein Haus, aus dem die Eigner schon ausgezogen sind, doch die Bagger es noch nicht niedergerissen haben, sind im Sinne der Villa Schmalfilm unbestimmte Orte. Es sind werdende Nicht-Orte, d.h. Orte mit einer reduzierten, monokausalen Funktion wie etwa Parkplätze oder Logistikhallen. Die unbestimmten Orte, die einerseits den landschaftlichen Verlust im Verfall schon andeuten, erzählen aber immer auch in dem Moment der Verwilderung von einer Alternative. Die Ruinen als Nischen des Experimentellen und Neuen, die Grafities an vergessenen Wänden und der Wildwuchs als die Idee eines schlafenden Schlosses in der schützenden Dornhecke. In dem Format Ortsbeschreibungen erzählt die Villa Schmalfilm von diesen Orten.