Hardekopf-Seminar

Schwerpunkte:

Das Hardekopf-Seminar ist von der Idee her ein offenes Seminar, d.h. es werden Themen erarbeitet und wer an dem jeweiligen Thema Interesse hat, ist zur Mitarbeit eingeladen. Die Teilnahme ist somit themen- nicht gruppengebunden. Bei Interesse bitte einfach an info@villa-schmalfilm.de schreiben.

Aktuell steht die filmische Darstellung von Heim- und Internatserziehung im Mittelpunkt. Es wird ein Vergleich zwischen den Filmen „Mädchen in Uniform“ (1931, L. Sagan), „Bambule“ (1970, U. Meinhof) und „Die Auserwählten“ (2014, Chr. Röhl) skizziert.

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Ferdinand Hardekopf (* 1876 in Varel – † 1954 in Zürich) war Dichter, Übersetzer, Journalist und Stenograph. Von 1904 – 1916 bestritt er seinen Lebensunterhalt als Reichstagsstenograph, war aber gleichzeitig Theater- und Filmkritiker und Teil der Künstleravantgarde jener Zeit. 1916 entzog er sich dem deutschen Militarismus und ging in die Schweiz ins Exil. Nach dem Kriege kehrte zurück nach Berlin, fand dort aber eine völlig veränderte Wirklichkeit vor und zog 1920 nach Paris. Dort arbeitete er als Journalist und Übersetzer der Werke von Jean Cocteau, der Madame de La Fayette u.a.m. Wenige Monate nach dem 1946 zog es ihn wieder in die Schweiz, in der 1954 unter prekären Bedingungen verstarb.

Das Hardekopf-Seminar ist eine stille Form, in der Geburtsstadt dieses Mannes zu gedenken.